meine
eltern ihreszeichens sehr beschäftigt, fanden neben rasenmähen,
schneeschaufeln und tische rücken keine zeit, ihren zweiten
sprößling noch vor dem 8. lebensjahr auf irgeneine art von
fotopapier zu bannen. |
 schon bei
der erstkommunion, zwickte es mich irgendwie auf eine komische art und weise in
der rechten schulter, was mein späteres verhältnis zu
weißlichen institutionen ein für allemal zu prägen schien.
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 obwohl
mich der heilige geist sechs jahre zuvor dermaßen gesegnet hatte, wollte
mir aus unerfindlichen gründen bei den jungs kein glück zuteil
werden.
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 auch
jahre später, als es den diversen tanzkursabschlußbällen
entgegen ging, war noch immer keine veränderung in sicht. nicht einmal
mein selbstgenähtes rotes glitzerndes ballkleid wollte abhilfe schaffen.
so griff ich zu härteren methoden, und verkleidete mich als mann. es
tanzten dann zwar immer noch keine jungs mit mir, aber so fiel es wenigstens
nicht mehr auf.
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 als
nächstes versuchte ich aufmerksamkeit durch mein in jahrelanger
mühsal erlerntes baßvirtuosenspiel auf mich zu ziehen. das endete
darin, daß nach meinem ersten auftritt die einzige frage war, ob die
rosarote federboa eh weich genug sei und am hals nicht etwa kratzspuren
hinterlasse. ich gab das baßspielen wieder auf.
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 durch
widrige umstände ward ich doch noch an einen mann geraten. ich heiratete
in schwarz. diesmal zwickte es mich in beiden schultern.
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 eine
woche später stellte er fest, ich wäre ihm zu dünn, er wolle was
zum angreifen haben, worauf ich neue fotos machen ließ. das habe doch
nichts mit der realität zu tun, meinte er, und weg war er.
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 ich flog
nach amerika, und ließ mich mit spenderfett aufspritzen. da konnte es ja
nur noch bergauf gehen.
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 und jetzt
bin ich sogar auch noch blond. was will man(n) mehr?!
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